Warum Bergbund?

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren der ehemalige Deutsche und Österreichische Alpenverein als nationalsozialistische Organisation verboten worden.
Trotz der schlechten äußeren Umstände war aber das Interesse am gemeinsamen Bergsteigen nach wie vor groß. Daher wurde am 26.02.1947 zu einer gemeinsamen Gründungsveranstaltung für den Sportbund und den Bergbund Rosenheim aufgerufen. Der Aufruf ging vom ehemaligen Vorsitzenden der DJK vor der Nazi-Zeit aus.
So wurde also zum 01.01.1948 der Bergbund Rosenheim als Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der alpinen Vereine in Bayern gegründet. Mit 80 Mitgliedern war ein Anfang gemacht.
Vorerst mußten noch alle Fahrten von der Militärregierung, später von der Stadtverwaltung genehmigt werden. Auch die Organisation von Transport und Verpflegung bereitete Schwierigkeiten, dennoch nahmen z.B. an einer Watzmannfahrt 1951 60 Mitglieder teil.

Mitte 1951 wurden alle Bergbundgruppen auf einer gemeinsamen Versammlung zur Alpenvereinssektion Bergbund mit Sitz in München zusammengefasst. Damit war unser Bergbund eine Ortsgruppe der Sektion Bergbund München des DAV.
1950 konnte die Mitteralm in Pacht übernommen werden, aber erst 1960 erfolgte der Kauf, nachdem die Hütte beinahe wieder an die ehemaligen Besitzer, eine Vereinigung von Ex SA- und SS-Mitgliedern zurückgefallen wäre. Von 1962 bis 2001 fanden jedes Jahr Skikurse auf der Mitteralm statt. Wegen des geeigneteren Skigeländes wurden die Kurse dann auf das Taubensteinhaus verlegt.
Bereits 1958 wurden so große Unternehmungen wie gemeinsame Busfahrten nach Spanien und Marokko durchgeführt, später folgten dann Nordlandreisen, eine Expedition zum Kilimandscharo und nach Südamerika.
Erst 1973 wurde aus der Ortsgruppe eine Sektion des Deutschen Alpenvereins. Da es bereits eine eigenständige Sektion Rosenheim gab, sind nun also zwei Sektionen des DAV in Rosenheim zu finden. Weitere Bergbund-Sektionen des DAV gibt es noch in Hausham, in Würzburg und in München.

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