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So, mann/frau glaubt es kaum, aber wir haben´s geschafft, einmal wieder etwas mit der Jungmannschaft anzupacken. Es ist Karfreitag Morgen Punkt 6.00 Uhr und wir starten am Brückenwirt in Brannenburg. Auf geht´s mit dem Strom von Autos in Richtung Süden. Kurz nach dem Brenner haben wir gerade noch die Kurve der Ausfahrt „Stubaital“ gekriegt und staunen aus dem Fenster heraus, wie weiß und hoch die Gipfel hier sind. Kurvig geht’s noch etwas bergauf bis zum Parkplatz, wo unsere Autos der 8 Skitourengeher nun die nächsten 3 Tage auf uns warten müssen. Felle werden aufgezogen, Rucksack gesattelt und nicht vergessen, den Piepser einzuschalten. Ein großer Ausrüstungs- und Materialcheck geht dem großen LVS-Check voraus und auf geht’s, oder besser gesagt, eben geht’s dahin in das Tal hinein. Die letzten Häuser ziehen an uns vorbei und es wird langsam heiß
Nach ca. 1 ½ Stunden wird’s dann etwas steiler und es werden Spitzkehren gemacht. Harscheisen kommen auch zum Einsatz, denn wir wollen ja nicht runterrutschen und dann wieder alles raufgehen. Die Sonne brennt schon ganz schön auf unsere Häupter und der Schweiß tropft in den sulzigen Schnee, von dem es dort oben noch reichlich gibt. Nun sind wir ungefähr oberhalb der Baumgrenze und kommen auch bald, nach ca. 3 Stunden auf der auf 2145 m hoch gelegenen Franz-Senn-Hütte an. Hier ist ganz schön was los und laufend wird ein Apfelstrudel rausgetragen, von dem der Martin schon letzte Nacht geträumt hat. Nun heißt es erst mal raus aus den Schuhen, Rucksack ins Zimmer und Treffpunkt in der Sonne auf der Terrasse.
Wir sind umgeben von Schweizern, Deutschen, Österreichern, Franzosen und Italienern, also es waren alle umliegenden Nationen vorhanden. Wir bekamen die Höhe in Form von Kopfschmerzen schon ganz schön zu spüren und waren für heute am Ende. Für ein paar war es ja die erste Skitour in diesem Jahr, für die anderen ein Abschluss des Winters. Doch mit ausruhen war´s nicht getan, da hatten wir die Rechnung wohl ohne unsere zwei Organisatoren Marinus und Seba gemacht. Es wurde ein ausgiebig informativer Lawinenfilm gezeigt (wo Theresa ca. 3x etwas eingeschlafen ist
Neuer Tag, neues Glück, früh wurden wir geweckt von den lauten Türen und Schritten auf dem Gang. Es war ca. 4 oder halb 5 Uhr am Samstag in der Früh. Irgendwann kribbelten unsere Füße auch schon langsam und die Sonne wärmte schon die höchsten Gipfelspitzen. Da war kein Halt mehr und es wurde gepackt und gefrühstückt. Um ca. 7 Uhr starteten wir wieder mit einem kleinen LVS-Check und ab ging es in Richtung „Innere Sommerwand“. Der Tag fing schon früh an, aber wir mussten uns unsere Zeit einteilen, damit wir spätestens um 15 Uhr wieder an der Hütte waren, denn um diese Zeit stieg die Lawinenstufe auf 4-5. Es war noch ziemlich schattig und einige schliefen noch etwas beim Gehen, doch langsam kam unser Kreislauf in Schwung und wir erreichten die Sonne. Es wurde immer abwechselnd geführt und nach jedem Führungswechsel wurde ein kleines Feedback gegeben, wir orientierten uns wieder neu in der Karte und Landschaft und kamen immer höher. Die Sonne brannte und wir waren glücklich. Man sah den Gipfel noch nicht, es taten sich immer wieder neue Täler auf, aber wir hatten unser Tempo gefunden und kamen gut aufwärts.
Nach einer Pause schafften wir auch noch den letzten großen Kessel und kamen nach ca. 4 Stunden an der Inneren Sommerwand; etwas unterhalb des Gipfels erschöpft und geschafft an. Stolz waren wir, mit unseren eigenen Füßen die 3122 m hohe innere Sommerwand erklommen zu haben. Martin, Christine, Marinus, Simon und ich schnappten uns noch unsere Pickel und ein Seil, um das Gipfelerlebnis noch zu toppen. Wir hatten einen gigantischen Ausblick und ein nicht zu vergleichendes Glücksgefühl. Schnell noch ins Gipfelbuch eintragen und wieder abwärts am Seil, denn sicher ist sicher.
Nun freuten wir uns alle auf die Abfahrt, die wir dann in vollen Zügen oder Schwüngen genossen Sonntag Morgen, 5 Uhr, Schatten und Dunkelheit, die Frisur hält.......jaja, kleine Auflockerung vor der Anstrengung, uns grauste es schon vor den warmen Skisocken und den Skischuhen, aber es half nichts, wir können ja nicht barfuß gehen.....erst mal frühstücken und Kräfte sammeln. Ui, es gab sogar Ostereier und Osterhasal für uns, damit wir auch merkten, dass ja OSTERN ist Wir mussten uns beeilen damit der Schnee nicht zu sulzig wurde, hatten aber noch ein schönes Abfahrtserlebnis. Nun kam das Tal zum Abschluss der Abfahrt und Theresa, unsere einzige Boarderin hatte schon ein wenig Bammel, alles schieben zu müssen. Aber wir schafften es alle super, Seba legte noch einen kleinen Jump hin, der ihn eine Schürfwunde an der Nase kostete, aber man soll ja schließlich sehen, dass man in Action war. Dann war Ruhe und Genuss angesagt, es war schließlich Ostersonntag-Nachmittag
Abends vertilgten wir noch eine Speise und besprachen ein wenig, wo wir denn im Sommer noch zum Klettern hinfahren wollen. Glücklich und geschafft schliefen wir ein und freuten uns auch schon auf kurze Hosen und T-Shirts zu Hause, jetzt konnte der Frühling kommen. Am Montag war es dann nicht mehr so schön und wir legten unsere geplante kurze Tour auf Eis und fuhren gemütlich ab. Einigen wurde es zu eisig und sie schonten ihre Gelenke. Es waren 4 wunderschöne Tage, mit viel Sonne, Anstrengung, Zufriedenheit und großen Gipfeln, vielen Dank an Seba und Marinus für die tolle Führung und vielen Dank auch an Martin und Christine, die uns begleitet haben. Wir wollen auf jeden Fall ein zweites Mal auf diese Hütte, denn es war echt schön.
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